GRAFIK – Theaterplakate

Ein Pla­kat ist zunächst mal ein mehr oder weni­ger groß­for­ma­ti­ger Wer­be­trä­ger. Doch nicht nur für uns stel­len die­se spe­zi­el­len Wer­be­flä­chen eine ganz eige­ne Gat­tung inner­halb der Druck­sa­chen dar. Pla­ka­te kön­nen weit mehr als nur eine Wer­be­bot­schaft trans­por­tie­ren. Sie kön­nen brem­sen, auf­merk­sam machen, Neu­gier wecken, Emo­tio­nen erre­gen und im bes­ten Fall die gewünsch­te Hand­lung beim Betrach­ter aus­lö­sen.

Für den Gestal­ter ist wich­tig zu wis­sen, wie eine sol­che Wer­be­flä­che wahr­ge­nom­men wird – näm­lich im raschen vor­bei­ge­hen oder ‑fah­ren. Das bedeu­tet, das Pla­kat hat für gewöhn­lich nur weni­ge Augen­bli­cke um auf sich auf­merk­sam machen zu kön­nen. Wenn das gelingt, hält der Betrach­ter aus Inter­es­se und Neu­gier inne.
Oder aber die Bot­schaft allein ist schon so klar und deut­lich, dass man sie auch aus eini­gen Metern Ent­fer­nung und/oder in schnel­ler Vor­bei­fahrt sofort auf­nimmt.

Modell: Jut­ta Schmidt als “Gret­chen“
Bild, Gra­fik, Satz: Alex­an­der Schoen­hoff

Auf die­ses Pla­kat von 2013 sind wir schon ein wenig stolz. 🙂

Denn 2019, also sechs Jah­re spä­ter, schaff­te es die­ser Ent­wurf – völ­lig uner­war­tet – sogar bis in die Bun­des­kunst­hal­le nach Bonn.

Im Rah­men der Aus­stel­lung “GOETHE – Ver­wand­lung der Welt” wur­de das Bild zusam­men mit ande­ren Thea­ter­pla­ka­ten aus­ge­stellt und beglei­tend auch in die exklu­si­ve Kata­log-Publi­ka­ti­on auf­ge­nom­men.

FAUST-Plakat in der Bundeskunsthalle Bild: tagesschau 16.5.2019
FAUST-Pla­kat in der Bun­des­kunst­hal­le Bild: tages­schau 16.5.2019
2016

Leo­nar­do da Vin­cis “Abend­mal” gehört ohne Fra­ge zu den berühm­tes­ten Gemäl­den der Welt. Was lag also näher, als die­se star­ke Sze­ne “mal eben” mit dem nicht weni­ger star­ken Ensem­ble von “Die 12 Geschwo­re­nen” spon­tan nach einer Vor­stel­lung nach­zu­stel­len? So gesche­hen im Dezem­ber 2016. Raum und Tisch wur­den anschlie­ßend anhand frei ver­füg­ba­rer Fotos des Ori­gi­nal­ge­mäl­des kom­plett in Pho­to­shop nach­ge­baut.

Idee, Bil­der, Gra­fik, Satz: Alex­an­der Schoen­hoff